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Immobilienkonferenz im Gasometer?! Kein Profit mit dieser Stadt!

23 Mai: Kundgebung gegen ZIA-Konferenz im Gasometer/SchönebergDie Politik im Kreise ihrer Liebsten. Der Lobbyverband der deutschen Immobilienwirtschaft (ZIA) lädt am 23. Mai zum „Tag der Immobilienwirtschaft“ ins Gasometer. Nicht weniger als drei aktive und ein deaktivierter Minister (Ramsauer, Rösler, Röttgen, Joschka Fischer) und ein EU-Kommissar (Oettinger) treffen sich mit dem Lobbyverband ZIA und dessen Mitgliedern, darunter große Gesellschaften und Investmentfonds wie die GSW, Allianz Real Estate, Union Investment, HSH Nordbank und Großunternehmen wie HochTief. Der Titel: „Nachhaltig agieren – erfolgreich handeln“. Wir Mieter_innen müssen leider draußen bleiben: „Ausschließlich für Mitglieder und geladene Gäste“.
Die Investmentfonds und Hauseigentümer_innen suchen nach „sicheren Häfen“ für ihre Millionen. Einkalkuliert sind duldsame Mieter_innen, die immer höhere Preise für ein Dach über dem Kopf bezahlen und schließlich durch neue, reichere Menschen ersetzt werden. Sie haben sich verrechnet! Die „wirtschaftlichen Entscheidungsträger_innen“ haben zwar den kurzen Draht in die Regierung, doch sie vergessen: Die Stadt gehört uns! Der Protest und Widerstand gegen die sich immer schneller verschärfende Lage in vielen Teilen Berlins nimmt Fahrt auf. Wenn sich Minister und Vorstandsmitglieder zum ungezwungenen Austausch treffen, werden sie nicht ungestört sein!

Nachhaltig agieren – Rendite ruinieren!
Am 23. Mai zum Gasometer in Schöneberg!
12 Uhr, Dominicusstr./Torgauer Str. (S-Bhf. Schöneberg)

Der Flyer als PDF.

Video: Jahrestagung 2011

Das Handelsblatt veröffentlicht stolz ein Video mit „Impressionen“ der letztjährigen Jahrestagung. Wir finden: Dieses beredte Video demonstriert anschaulich, warum mit diesem Handeschütteln der selbsternannten Entscheider_innen endlich Schluss sein muss!

Aufruf: Keine Rendite mit der Miete!

Dieser Aufruf wird unterstützt von: Forum Wohnungsnot, „wem gehört Kreuzberg“-Bündnis der Graefe-, Großbeeren und Chamissokieze, Trend Online Magazin, Berliner S-Bahn-Tisch, Erwerbslosen Forum Berlin, Avanti – Projekt undogmatische Linke, A.Z.E. Andere Zustände Ermöglichen, BMG Berliner Mietergemeinschaft, Christine Scherzinger (Geographin, FU Berlin), DPK Deutsche Kommunistische Partei, AntiGen, Mieterinitiative Onkel-Tom-Siedlung, SIB Sozialistische Initiative Berlin, Linksjugend solid, Kampagne gegen Zwangsumzüge, AK – Wohnungsnot mit Kind, Kiez-Initiative Barbarossa, Klassenkampfblock, KvU Kirche von Unten, Kiezgruppe Mitte/Prenzlauer Berg, Bündnis Schokoladen verteidigen, Wrangelkiez-Initiative gegen steigende Mieten und Verdrängung, Naturfreunde Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg), AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg, Arbeitskreis Kritische Geographie Frankfurt, Kritische Geographie Berlin, Kiezforum Rixdorf, Stadtteilinitiative Schillerkiez, Bündnis Steigende Mieten Stoppen, Subversiv Brunnenstr. 7, Mitglieder vom Leute am Teute e.V., Hausprojekt Brunnenstr. 6/7, Linienstr. 208, Café Reiche, Hausprojekt Wax 34 (Willibald-Alexis-Str. 34), Kiez-Initiative Donau-Fulda, FuldaWeichsel, Spreepirat_innen, International Network for Urban Research INURA, Internationale Kommunist_innen Berlin, UBI KLiZ e.V. Mieterladen. Auch den Aufruf unterstützen? Schreibt eine E-Mail.

Am 18.Juni treffen sich die Spitzen der deutschen Immobilienunternehmen mit den Spitzen der deutschen Stadtentwicklungspolitik: Die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft steht an. 
Ort des hochkarätigen Treffens ist das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz.
Abends gibt es dann für die Damen und Herren noch ein Dinner in der Kulturbrauerei.

Thema dieses Immobilienlobby-Events kurz und knapp zusammengefasst: 
Wie kann die Immobilienwirtschaft noch mehr Rendite aus der Stadt schlagen?


Wir finden: Dieses Thema geht auch uns, die wir hier leben, eine ganze Menge an – es rückt uns durch steigende Mieten und wachsende Wohnungsnot auf die Pelle! 

Deshalb: Zieht mit uns am 18. Juni vor das Ritz-Carlton, um an Ort und Stelle deutlich zu machen: KEINE RENDITE MIT DER MIETE, KEIN PROFIT MIT DIESER STADT!

Treffpunkt & Auftakt am 18.Juni: Mehringplatz | 16 Uhr – und von dort dann gemeinsam weiter zum Potsdamer Platz (17:30 Uhr vor dem Ritz-Carlton Hotel)



Berliner Wohnungsnot als Marktchance für Investoren?
Die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft wird vom Handelsblatt unter dem Motto „Immobilienbranche boomt wieder!“ ausgerichtet. Teilnehmen werden die großen Immobilienkonzerne und die Vertreter_innen von Parteien sowie der Bundesbauminister, Peter Ramsauer. Während die Mieter_innen in Berlin und anderen Großstädten unter der Last rapide steigender Mieten ächzen, soll auf dieser Konferenz besprochen werden, wie man aus dieser Wohnungsnot noch größere Gewinne schlagen kann.

Rendite mit der Miete?
Der Berliner Wohnungsmarkt boomt, immer schneller werden Wohnungen als Ware von Hedgefonds und internationalen Investoren hin- und hergeschoben – das „lebende Inventar“ gleich mit. In der Finanzkrise sind Berliner Mietshäuser bei Anleger_innen als sicherer Hafen besonders beliebt. Die explodierenden Mieten machen die Immobilien nur noch attraktiver, denn es winken immense Wertsteigerungspotentiale. Dass die Mieter_innen existenziell auf den Raum angewiesen sind, mit dem andere möglichst viel verdienen wollen, ist für die Immobilienwirtschaft kein Problem, sondern Basis ihres Geschäftsmodells.

Privatisierung ohne Ende?
Die Politik beschränkt sich derweil darauf, investorenfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie treibt den Ausverkauf der Stadt maßgeblich voran, anstatt die Mieter_innen zu schützen und die Stadtentwicklung an den Bedürfnissen der Bewohner_innen Berlins auszurichten. Seit den 1990er Jahren wurde ein erheblicher Teil des kommunalen Wohnungsbestandes verkauft und so die Möglichkeit, Mietpreise anhand sozialer Kriterien zu beeinflussen, immer weiter aus der Hand gegeben. Vorreiter war der Verkauf der GEHAG, die heute in der Hand des börsennotierten Konzerns DEUTSCHE WOHNEN ist – deren Vertreter_innen auf der Teilnehmer_innenliste der „Jahrestagung Immobilienwirtschaft“ stehen. Auch das größte durch den rot/roten Senat privatisierte öffentliche Wohnungsunternehmen Berlins, die GSW, nimmt teil. Weiterer prominenter Teilnehmer der Jahrestagung und Sponsor des Abendprogramms ist die TLG Immobilien GmbH, die als Treuhandausgründung das größte ostdeutsche Immobilienunternehmen ist und sich – noch – in der Hand des Bundes befindet. Das soll sich schon bald ändern, denn auch diese florierende GmbH soll privatisiert werden. Da wundert es nicht, dass sie die Immobilienwirtschaft anschließend zum „stilvollen Abendessen“ einlädt – in eines ihrer bekanntesten Objekte im Prenzlauer Berg. (Dinnerbeginn: 19 Uhr, Soda Club, Kulturbrauerei)

Steigende Mieten stoppen – Für ein Recht auf Stadt für alle!
Wer glaubt, dass sich Vertreter_innen der Immobilienwirtschaft still und leise direkt vor unserer Nase hinter den Pforten eines Nobelhotels darüber verständigen können, wie sie aus der Berliner Wohnungsnot Profit schlagen können, hat sich geschnitten. Mieter_innen in Berlin und anderen Städten organisieren sich und sind bereit, den Kampf aufzunehmen. Zeigen wir Politik und Immobilienbranche, dass wir nicht bloß das „lebende Inventar“ von Investitionsobjekten sind.

18. Juni 2012: Keine Rendite mit der Miete!

16:00 Uhr: Auftaktkundgebung am Mehringplatz
17:30 Uhr Potsdamer Platz (vor dem Ritz Carlton Hotel)

Aufruf Vorderseite

Was tun gegen die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft?

FlyerIm Juni 2012 veranstaltet das Handelsblatt im Berliner Ritz Carlton-Hotel am Potsdamer Platz die „Jahrestagung der Immobilienwirtschaft“. Dort treffen sich große Immobilienkonzerne mit Vertreter_innen von Parteien und Bundesbauminister Ramsauer. Während die Mieter_innen in Berlin und anderen Großstädten unter der Last rapide steigender Mieten ächzen, soll auf dieser Konferenz besprochen werden, wie man aus dieser Wohnungsnot noch größere Gewinne schlagen kann. Dass die Mieter_innen existenziell auf den Raum angewiesen sind, mit dem andere möglichst viel Geld verdienen wollen, ist für die Immobilienwirtschaft kein Problem, sondern Basis ihres Geschäftsmodells.
Die Politik beschränkt sich derweil darauf, investorenfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch das größte durch den rot-roten Senat privatisierte Wohnungsunternehmen Berlins, die GSW, nimmt teil. Sponsor des Abendprogramms ist die TLG Immobilien GmbH, die das größte öffentliche ostdeutsche Immobilienunternehmen ist und privatisiert werden soll. Da wundert es nicht, dass sie die Immobilienwirtschaft anschließend zum „stilvollen Abendessen“ einlädt – in eins ihrer bekanntesten Objekte, die Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg.
Wer glaubt, dass sich die Vertreter_innen der Immobilienwirtschaft still und leise direkt vor unserer Nase hinter den Pforten eines Nobelhotels darauf verständigen können, wie sie aus der Berliner Wohnungsnot Profit schlagen können, hat sich geschnitten.

Was genau geplant wird und was noch getan werden kann stellen wir vor am:
26.04.2012, 19 Uhr im Café Commune, Reichenberger Str. 157 in Berlin-Kreuzberg.

Keine Rendite mit der Miete! Gegen die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft am 18. Juni!